Das eBook: Bossing & Mobbing im Lehrerzimmer

von | 11.06.2026

Mein neues eBook:

Es beginnt selten mit einem Knall. Es beginnt mit Verschiebungen, die niemand benennen kann — und genau deshalb so wirksam sind.

Du übertreibst nicht.

Eine Kollegin grüßt etwas knapper. Eine Einladung erreicht dich später als andere. Die Schulleitung erwähnt in einem Gespräch beiläufig „Rückmeldungen aus dem Kollegium“, ohne konkret zu werden. Du sagst dir: Zufall. Ich übertreibe.

Wochen später dokumentierst du dieselben Muster, nur deutlicher. Du erfährst Wichtiges erst nach der Sitzung. Deine Unterrichtsbesuche häufen sich, andere bleiben unbehelligt. Wenn du das Lehrerzimmer betrittst, verstummen Gespräche kurz — und werden dann demonstrativ-höflich.

Das ist nicht Paranoia. Das ist ein Muster, das die Arbeitspsychologie seit Jahrzehnten erforscht. Mobbing folgt erkennbaren Strukturen. Es hat Phasen, Dynamiken, Eskalationsstufen. Und es trifft selten die, die du vermuten würdest.

Die ungemütlichste Wahrheit

Die naheliegende Vorstellung ist: Mobbing trifft die Schwachen. Die Forschung erzählt ein anderes Bild.

Häufig sind es die engagierten, fachlich starken, manchmal unbequemen Lehrkräfte, die zur Zielscheibe werden — gerade weil sie sich nicht reibungslos einfügen. In einer wissenschaftlichen Erhebung gaben über 60 % der Betroffenen an, der Auslöser sei „unerwünschte Kritik“ gewesen. Fast 40 % nannten „eigene Leistungsstärke“.

Lies das noch einmal: Leistungsstärke als Mobbing-Auslöser.

Das ist keine Geschichte über Schwäche. Es ist eine Geschichte darüber, dass Gruppen unter Druck dazu neigen, das auszugrenzen, was ihr inneres Gleichgewicht stört — auch wenn das „Störende“ eigentlich Qualität ist.

Wenn du dich gerade fragst, ob du vielleicht „zu viel“ warst, „zu kritisch“, „zu engagiert“: Diese Selbstinfragestellung ist häufig Folge des Mobbings, nicht Ursache.

Es gibt einen Punkt, an dem Reden nicht mehr hilft

Klärungsgespräche helfen bei Konflikten. Bei Mobbing bleiben sie folgenlos — oder verschärfen die Situation. Das ist nicht Pech. Das ist der entscheidende Unterschied zwischen den beiden Dynamiken, und es ist gleichzeitig das erste verlässliche Warnsignal.

Mobbing folgt fünf Phasen. Wenn du weißt, in welcher du gerade steckst, weißt du auch, was als nächstes funktionieren wird — und was nicht.

Was im Buch steht — und warum du es lesen solltest

Was du gerade gelesen hast, ist die Oberfläche. Darunter liegt eine Welt aus Mechanismen, die zu kennen deine Wahrnehmung ein für alle Mal stabilisieren wird.

In Bossing & Mobbing im Lehrerzimmer findest du:

Die drei Kriterien, an denen sich Konflikt und Mobbing eindeutig unterscheiden lassen — und warum Klärungsgespräche an einem bestimmten Punkt nicht nur scheitern, sondern aktiv schaden.

Das Eskalationsmodell nach Glasl, übertragen auf das Lehrerzimmer — damit du sehen kannst, in welcher Phase deine Situation gerade steckt und welche Handlungen jetzt noch wirken.

Warum Bossing im Schulkontext eine besondere Schärfe hat — und was Beamtenstatus, Fürsorgepflicht und strukturelle Macht damit zu tun haben.

Einen arbeitspsychologisch fundierten Selbsttest, mit dem du dein Erleben anhand wissenschaftlicher Kriterien einordnen kannst — ohne psychologisches Vorwissen.

Sieben Fallvignetten aus echter Beratungsbegleitung — verdichtet, anonymisiert, ehrlich. Du wirst dich in einer wiederfinden.

Konkrete Handlungswege, die nicht in „Reden Sie mal mit Ihrer Schulleitung“ enden, sondern realistisch sind — für jede Phase, in der du dich befindest.

Verstehen löst das Problem nicht. Aber Verstehen ist die Bedingung dafür, dass du wieder handlungsfähig wirst. Solange das, was dir widerfährt, keinen Namen hat, kannst du es weder dir selbst noch anderen erklären — und genau das ist die Logik, auf der Mobbing aufbaut.

Du verdienst es, deine Situation zu verstehen.

Bossing und Mobbing im Lehrerzimmer
Wie immer gilt: Wenn ihr Themen habt, die euch unter den Nägeln brennen, worüber ich schreiben soll, Impulse, Feedback etc. schreibt mir gerne an: bianka@lehrercoaching.de. Ich freue mich auf eure Gedanken und euer Feedback!

Take Care und liebe Grüße,
Bianka