Lehrercoaching Lehrerblog Sagt eurem Notenstress-Minfuck im Referendariat liebevoll adé und startet richtig durch

Sagt eurem NotenstressMINDFUCK im Referendariat liebevoll adé und startet richtig durch

Hallo ihr Lieben,

es hat sich schon wieder ein Mindfuck ins Referendariat eingeschlichen, der es wert ist, angeschaut zu werden.

Kennt ihr das, dass ihr unter NotenDRUCK steht? Kommen so Gedanken wie: „Oh Gott, ich bin nicht gut genug, ich schaffe das nicht, ich kann das nicht, oder das, was ich kann, reicht nicht?“ Könnt ihr deshalb vielleicht nicht mehr klar denken? Oder seid ihr völlig entmutigt?

Merkt ihr vielleicht, wie von UB zu UB eure Selbstakzeptanz leidet und ihr zunehmend an euch oder sogar eurer Berufswahl zweifelt?

Vielleicht gehen euch die Worte eures Fachleiters, Schulleiters oder Ausbilder unter die Haut? Vielleicht denkt ihr euch auch: „Wie mache ich es denn nun?“ Fragt ihr euch: „Mache ich meinen Unterricht so oder doch lieber so? Wie kann ich es bloß allen recht machen?“ Verliert ihr euch selbst dabei oder euren Stil oder fragt euch, was ist eigentlich euer Stil?

Dann räumt exakt jetzt mit dem NotendruckMINDFUCK auf:

1. Noten sagen über euch als Mensch rein gar nichts aus. Deshalb sind euer Wert und eure Würde unantastbar. IMMER. Daraus ergibt sich, dass ihr ohnehin SOWIESO und IMMER schon GENUG UND IN ORDNUNG seid.

2. Nach meinem Erkenntnisstand gibt es im Referendariat auch keine differenzierten Persönlichkeitsanalysen, die differenzierte Stärken- und Schwächenanalysen zulassen. Das kenne ich nur aus der Personalentwicklung. Differenzierte Kompetenzmessinstrumente gibt es ebenso nicht. Die Kompetenzerfassungen basieren hier ausschließlich auf der Verhaltensebene auf Basis des Kompetenzrahmen der Handlungskompetenz und deren Beobachtung. Denkt daran, dass ihr Menschen seid und Beobachtungen subjektiv verzerrt sein können, in Abhängigkeit von eigenen Erfahrungen, Werten, Antreibern usw. Prüft deshalb genau das Feedback, was ihr erhaltet und gebt ebenso Rückmeldung, wenn ihr denkt, falsch beurteilt zu werden.

3. Wir sind alles Lernende. Das bedeutet, wir lernen bis an unser Lebensende. Ich im Übrigen auch. Alle. Daraus ergibt sich, dass wir alle nicht perfekt sein können. Das ist ein unmögliches Unterfangen. Eigentlich brauchen wir ein Leben, um zu lernen und eins, um es richtig, also perfekt zu machen. Haben wir aber nicht. PERFEKT könnt ihr deshalb heute aus eurem Wortschatz streichen. Das ist für jedermann unmöglich.

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4. In Anlehnung an Punkt 2) wird geschaut, wie hoch ihr im Referendariat springen könntet und wie idealerweise Unterricht bestenfalls funktionieren kann. Logisch, ihr seid in Ausbildung. Das Ziel ist, viel zu lernen und das Beste aus euch herauszuholen. Der Eine kann dieses besser, der Andere jenes. Ihr arbeitet an euren Kompetenzen und gebt stets euer Bestes, richtig? Darum geht es. Ihr habt noch 40 Jahre Lehr- und Lernerfahrung vor euch. Habt Geduld mit euch selbst. Kommen Zweifel, ob der Beruf der richtige ist, holt euch Hilfe. Zweifelt ihr an euch, greifen Punkte 1) ff.

5. Die Professionalität kommt mit der Erfahrung und der Routine. Das Referendariat geht 1,5 Jahre, das ist zeitlich gesehen fast nichts. Bei allem, was ihr zu tun habt, seid nachsichtig mit euch selbst. Sagt euch: „Ah so läuft das hier, gut zu wissen, ich finde mich ein. Ich nehme mir die Zeit, die ich brauche.“

6. Im Referendariat habt ihr bereits euren eigenen Stil. Nämlich DU SELBST. Du bist jetzt schon, wie du bist, menschlich. Das ist dein Stil. Fachlich könnt ihr euch in Ruhe überlegen, was ihr präferiert. Woran ihr Spaß habt. Was ihr gerne für Methoden oder Rituale habt. Habt auch hier Geduld. Ihr habt 40 Jahre Zeit, herauszufinden, was euer Unterrichtsstil sein soll und womit ihr euch gut fühlt. Das Leben ist Veränderung und so verändert sich auch euer Stil, zu unterrichten. Ihr werdet eure Handschrift sowieso finden.

7. Feiert euch nach jedem UB selbst richtig hart. Sagt euch bewusst: „Ich habe das wirklich gut gemacht!“ Notiert euch, was ihr selbst richtig gut fandet. Und notiert euch auch, worauf ihr beim nächsten Mal euer Augenmerk richten wollt, um noch ein wenig mehr zu lernen. Wo war heute vielleicht schon ein Unterschied zum letzten Mal?

Ich sende euch liebe Grüße und wünsche euch von Herzen ein gutes Gelingen. Zweifelt nie an euch selbst. Für jeden von euch gibt es den richtigen Platz. Euer Herz führt euch stets dorthin, wo ihr hingehört. Deshalb zweifelt nicht, sondern folgt euch selbst und bleibt gespannt und in freudiger Erwartung auf das, was noch kommt. Wir alle haben diese innere Stimme, die uns den Weg weist. Ganz im Sinne von:

Erfolg, was auch immer es bedeutet, ist das, was folgt, wenn du dir selbst folgst.
Bianka Vetten

Bianka Vetten

Dein Lehrercoach & Partner

Ehemalige leidenschaftliche Studienrätin und Ausbilderin, Business- und Karrierecoach, Trainerin, Reiss Motivation Profile Masterin, Personal-, Organisations- und Teamentwicklerin

bianka@lehrercoaching.de