Lehrerblog Weiterbildung im Beamtensystem

Weiterbildung als Lehrer

Hallo ihr Lieben,

Die Investition in euch selbst, ist die beste Investition, die ihr machen könnt.

Personal und Organisationen zu entwickeln, kostet Geld. Das Geld muss erst mal vorhanden sein. Und dabei ist es unabdingbar, mit dem Puls der Zeit zu gehen. Geld macht zwar nicht glücklich, aber es schafft einen sinnvollen Gegen- bzw. Mehrwert. Durch den Mehrwert an Aufwand schafft man wieder einen sinnvollen Gegenwert. Die Frage ist auch hier immer, wozu? Wozu brauche ich Geld? Was möchtet ihr oder die Organisation mit dem Geld erreichen? Wo kein Geld ist, kann kein Gegenwert herrschen. Und damit auch kein Mehrwert.

Habt ihr schon mal nachgeschaut, wie hoch euer Fortbildungsbudget jährlich ist? Und wie hoch der Haushalt eurer Schule ist? Das wird in Konferenzen verkündet.

Was ist, wenn wir in unsere Lehrer investieren und sie gehen? Als Beamter? Was ist, wenn wir nicht investieren und sie bleiben? Als Beamter sehr wahrscheinlich, da save! Alle schimpfen während Corona auf die Lehrer. Die tun dies nicht, die können das nicht. Mal im Ernst, inwieweit wird den Lehrern denn ermöglicht, sich mit den notwendigen Mitteln, soweit vorhanden, schnell an Krisen wie Corona anzupassen?

Ich habe heute erst gelesen, dass Frau Gebauer (Schul- und Bildungsministerin in NRW) 1000 Euro pro Haushalt in Form einer Sonderzahlung zur schulinternen Fortbildung für den pädagogischen Tag zur Verfügung stellt. Das sind beispielsweise bei 100 Lehrern an einer Schule, 10 Euro pro Kopf.

Wann findet der pädagogische Tag bei euch statt? Aus meiner Erfahrung heraus fand der Tag einmal, maximal zweimal jährlich statt. Also wann erhaltet ihr die neuen Skills, in welchem Umfang und wie könnt ihr die umsetzen, wenn es Schulen immer noch an WLAN und Ausstattung wie z.B. Arbeitsrechner für die Schüler und Lehrer mangelt?

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Nur mal zum Vergleich: Ich habe neulich an einer Weiterbildung für einen e-teaching/blended Learning Kurs teilgenommen, der hat an einem Tag 1.000 Euro gekostet. Mein Mann hat in seinem Unternehmen für eine zweitägige Schulung für fünf Mitarbeiter knapp 12.000 Euro bezahlt. Das sagt doch einiges über die Qualität aus. 1.000 Euro Sonderzahlung pro Schule mehr oder weniger sind maximal symbolisch und können nicht für durchgängige und nachhaltige Weiterentwicklung sorgen.

Skills wie eTeaching und andere Learning Systeme sind im Moment nicht nur in der Schule gefragt, sondern auch in der Wirtschaft allgegenwärtig. Kompetenzerweiterung und informelles Lernen – auch in Learning Content Systemen ist dort längst an der Tagesordnung. Warum ist das wichtig? Wenn ich mich nicht weiterbilde, werde ich abgehangen. Ich hätte nie kündigen können, wenn ich mich beizeiten (also vor 10 Jahren) nicht schon aufgemacht hätte, mich weiterzubilden. Ich sag das aus diesem Grund: wenn ihr euch irgendwann dazu entscheidet, nicht mehr in der Schule bleiben zu wollen (40 Jahre ist eine verdammt lange Zeit), kommt ihr nicht drum herum, euch weiterzubilden, sonst werdet ihr am Markt abgehangen. Ich kann jedem Lehrer nur empfehlen, sich eigenständig um seine Skills zu kümmern und nicht auf den Dienstherrn zu warten, das gilt auch für die Selbstfürsorge. Ihr werdet sonst unfrei.

Bianka Vetten

Bianka Vetten

Dein Lehrercoach & Partner

Ehemalige leidenschaftliche Studienrätin und Ausbilderin, Business- und Karrierecoach, Trainerin, Reiss Motivation Profile Masterin, Personal-, Organisations- und Teamentwicklerin

bianka@lehrercoaching.de

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