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Burnoutprävention durch Stressmanagement aktiv betreiben

Burnoutprävention durch Stressmanagement aktiv gestalten!

Hallo Ihr Lieben,

ich hatte neulich eine junge Coachingnehmerin, der es wirklich nicht gut ging, in meinem Coaching. Sie liebte diesen Beruf einst und wollte ihn unbedingt ausführen, aber der Boden der Tatsachen hat sie kalt erwischt.

Kein seltenes Dilemma. Es dauert nicht lange und junge Lehrer stellen ernüchternd fest: Das ist also der Lehreralltag – Praxisschock. Der Lehrermangel befeuert diese Situationen nicht selten. Ob der Beamtenstatus langfristig als Goodie ausreicht, um neue Lehrer zu recruitieren und gleichzeitig  und langfristig ihre Leistungsfähigkeit “gesund” zu erhalten, wage ich zu bezweifeln. Das Argument, es liegt ausschließlich nur an den Lehrern selbst, kann ich schon an der Stelle zurückweisen.

Jedenfalls hatte meine Coachingnehmerin für sich erkannt, dass sie aus diesem #Hamsterrad muss. Sie hat aus Scham leider wirklich lange damit gewartet hat, sich Hilfe zu suchen. Oftmals verbunden mit dem Gedanken „Ich schaffe das bestimmt“, „Das muss doch klappen“ usw.

Geendet ist es allerdings in “Ich bin zu nichts fähig”, „Was ist bloß passiert“, „Wie konnte das passieren?“, „Ich kann meine Schüler nicht mehr sehen“. Ferner hat sie keine Handlungsstrategien mehr zur Verfügung, ihr Kollegium suggeriert ihr: „Du müsstest mal“, ohne wirklich auf sie einzugehen.

Und eigentlich war besonders der Wunsch, mit Menschen zu arbeiten, das, weshalb sie in die Schule gegangen ist. Der Psychotherapeut Mehrgardts hat es in einem Interview schon vermutet: um in einem pathogenen Umfeld klar zu kommen, muss man sich als Lehrer einer pathogenen Strategie bedienen, nämlich seine eigene Selbstwahrnehmung ausschalten, um dem Ganzen Herr zu werden.

Abgesehen davon, dass Psychotherapeuten kleinere Klassen und einen andere Personaldecke empfehlen, was ich befürworte, helfen hier vorerst gezielte Abgrenzungsstrategien, sein eigenes Kernsystem also zu modifizieren und sich die Dinge nicht schön zu reden z.B. durch eine psychologische Abwehrstrategie wie der Rationalisierung oder der Leugnung. Das hilft leider nicht. Das Schulsystem selbst, lässt sich aufgrund seiner eigenen Struktur, wenn überhaupt nur schwer, bis gar nicht, ändern.

Ich bin außerdem dafür, schon während des Studiums Klarheit darüber zu schaffen, was im Umfeld Schule täglich an der Tagesordnung ist und auch die Lehrerausbildung hier gezielt zu modifizieren.

Was meint ih

Bianka Vetten

Bianka Vetten

Dein Lehrercoach & Partner

Ehemalige leidenschaftliche Studienrätin und Ausbilderin, Business- und Karrierecoach, Trainerin, Reiss Motivation Profile Masterin, Personal-, Organisations- und Teamentwicklerin

bianka@lehrercoaching.de